Willkommen zu Folge 264 – wir spannen heute den ganz großen Bogen vom ältesten Epos der Menschheit bis hin zum modernen Sci-Fi-Kult! Johannes hat sich in antike Schriften vertieft, während Robin sich durch die neuesten Blockbuster- und Streaming-Wellen gekämpft hat.
Das absolute Highlight der Woche: Christopher Nolans Mega-Epos The Odyssey. Vollständig in IMAX gedreht und komplett ohne CGI entfesselt Nolan eine bildgewaltige, nicht-lineare Heldenreise, die uns den klassischen Mythos völlig neu erleben lässt. Wir diskutieren über Matt Damons überraschend düsteren Odysseus, Tom Hollands naive Stärke und warum eine Szene mit einem treuen Hund für feuchte Augen im Kinosaal sorgt.
Leider weniger rund läuft es bei Avatar: The Last Airbender auf Paramount+. Zwar gefällt uns der erwachsenere Stil der Mitte-20-Charaktere und der Aufbau von Republic City, aber die wirre Story und ein völlig abgedrehter, psychedelischer Trip in der Geisterwelt lassen uns kopfschüttelnd zurück. Wer echte, physische Action sucht, sollte lieber bei dem Martial-Arts-Brett The Furious vorbeischauen, das mit atemberaubenden Knochenbrecher-Choreografien glänzt.
Im Horror-Eck wird es diese Woche gemischt: Während der A24-Überraschungshit Undertone auf Netflix uns zeigt, dass die Macher scheinbar noch nie einen echten Podcast gehört haben, enttäuscht Evil Deadburn trotz starkem Einstieg als vorhersehbarer und mäßig inszenierter Keller-Spuk. Als echtes Juwel entpuppt sich dagegen Johannes Rewatch von Andrzej Żuławskis Possession (1981) – im Gedenken an den großartigen Sam Neil steigen wir tief hinab in die Lovecraft’schen Abgründe eines geteilten Berlins und eines sehr anhänglichen Tentakelmonsters.
Zum Ausklang gibt es noch einen schnellen Ritt durch das extrem bunte CGI-Gewitter von Masters of the Universe mit Jared Letos exzentrischem Skeletor und ein Update zur neuen Ghost in the Shell-Serie auf Amazon Prime.